WillkommenWörter,
die die Welt nicht braucht
Preisanpassungen: In den letzten
Jahren hat die Post x-mal die Preise
erhöht, pardon: «angepasst». Ent-
weder über Tariferhöhungen oder
(damit es nicht so auffällt) über den
Abbau von Rabatten und Vergünstigungen.
Vor kurzem hat sie gross-
zügigerweise auf die angekündigten
«preislichen Anpassungen bei der
Rücksendung von nicht zustellbaren
B-Post-Geschäftssendungen» (d.h. die
Einführung von Strafporto) verzichtet.
Grosszügigerweise allerdings nicht
aus Nächstenliebe, sondern weil der
Preisüberwacher intervenierte.
Steuergeschenke: Jedes Mal, wenn
irgendwo die Steuern gesenkt werden,
geht ein Aufschrei durch die Linke:
«Steuergeschenke für die Reichen!»
Jüngstes Beispiel: die Einführung des
Kapitaleinlageprinzips. Dabei geht es
nur darum, den Steuerzahlern etwas
weniger wegzunehmen als zuvor.
Von «Steuergeschenken» kann nicht
die Rede sein. Im Gegenteil: Private
und Unternehmen, nicht der Staat,
erwirtschaften Geld und Gewinn.
Sie schenken dem Staat über ihre
Steuern Geld zur mehr oder weniger
sinnvollen Nutzung und Umverteilung.
Die Steuerzahler beschenken den
Staat und nicht umgekehrt.
Dr. N. Bernhard, Chefredaktor
bernhard@private.ch |